Mittwoch, 21. September 2011 um 07:20 Uhr
Geschrieben von: RPA - Die Arbeitsstelle
Es ist im Schulverbund "Blick über den Zaun" unumstritten, dass Opfer an der Odenwaldschule unglaubliche Erfahrungen sexueller Gewalt erdulden mussten – und dies in großem Umfang.
Unumstritten ist ebenfalls, dass diese Übergriffe Verbrechen sind und dass sie nicht durch falsch verstandene Kollegialität geschützt werden dürfen. Dies hat der Schulverbund bereits im Mai 2010 in seiner Erklärung zur sexuellen Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen unmissverständlich zum Ausdruck gebracht. Diese Worte sind keine Lippenbekenntnisse, sondern Grundlage für die (Weiter-)Entwicklung von Präventionskonzepten an den Mitgliedschulen, die versuchen solche Vorfälle in Zukunft zu verhindern oder zumindest die Wahrscheinlichkeit solcher Übergriffe zu minimieren.
Kinder und Jugendliche sollen durch geeignete (demokratische) Strukturen
gestärkt werden; die Atmosphäre in den Schulen muss es ermöglichen, dass Kinder „nein“ sagen können und sich Hilfe holen können.
"Die" Reformpädagogik und insbesondere Vertreter aus dem "Blick über den
Zaun" sehen sich trotzdem immer wieder Angriffen ausgesetzt, wenn auch nicht seitens der Betroffenen.
Hans Brügelmann hat seine Gedanken zu den Vorwürfen unter dem Titel "Weiße Ritter oder schwarze Teufel? Mit Mehrdeutigkeit leben lernen – auch beim Umgang mit sexueller Gewalt in der pädagogischen Welt" aufgeschrieben. Diese werden auf den Seiten des "Blick über den Zaun" interessierten LeserInnen zugänglich gemacht.
Den Text finden Sie
hier